Transparenz: Wo wir bei ESER Capital KI im Exit-Prozess einsetzen – und wo bewusst nicht

Transparenz: Wo wir bei ESER Capital KI im Exit-Prozess einsetzen – und wo bewusst nicht

Wer über KI im M&A schreibt, sollte offenlegen, wie er selbst arbeitet. Also: Hier ist unser tatsächlicher Einsatz – inklusive der Bereiche, in denen wir uns bewusst dagegen entschieden haben. Nicht als Tool-Werbung, sondern als Arbeitsprinzip.

Wo KI bei uns arbeitet

Markt- und Käuferscreening: Die Long-List potenzieller Erwerber entsteht heute maschinell unterstützt – Branchensignale, Akquisitionshistorien, strategische Muster. Die Short-List und jede Ansprache-Entscheidung bleiben Handarbeit, denn hier zählt Beziehungswissen, das in keiner Datenbank steht.

Datenraum-Strukturierung und Konsistenzprüfung: Bevor ein Käufer prüft, prüfen wir – maschinell unterstützt auf Widersprüche zwischen Reporting, Verträgen und Abschlüssen. Was die Gegenseite finden würde, finden wir zuerst.

Q&A-Simulation: Aus Teaser, Information Memorandum und Datenraum antizipieren wir die kritischen Käuferfragen und bereiten Antworten vor. Das Management-Meeting wird geprobt, nicht improvisiert.

Dokumenten-Erstarbeit: Rohfassungen von Prozessdokumenten entstehen schneller. Jede Zahl, jede Aussage in einem finalen Dokument ist von uns geprüft – was unseren Namen trägt, hat ein Mensch verantwortet.

Wo bewusst nicht

Bewertung: Multiples einordnen, Adjustments verhandeln, Bandbreiten festlegen – das ist Urteilsarbeit auf Basis realer Transaktionserfahrung. Ein Modell kennt den Unterschied zwischen einer belegbaren und einer verhandelbaren Bereinigung nicht.

Verhandlung: Taktik, Timing, Tonalität. Der Moment, in dem man ein Angebot liegen lässt, ist keine Rechenaufgabe.

Vertrauliche Rohdaten: Mandantendaten wandern nicht in generische Cloud-Tools. Punkt. Was maschinell verarbeitet wird, läuft in kontrollierten Umgebungen mit klaren Auftragsverarbeitungsregeln.

Das Prinzip dahinter

KI verschiebt bei uns Stunden von Fleißarbeit zu Urteilsarbeit. Der Effekt für Mandanten ist konkret: schnellere Prozessvorbereitung, gründlichere Eigenprüfung vor der Fremdprüfung, mehr Beraterzeit in Verhandlung statt Verwaltung. Wer Dir dagegen verspricht, KI mache den M&A-Prozess „vollautomatisch“, verkauft Dir entweder ein Tool oder kennt keine echte Transaktion von innen.

Konkret empfehle ich: Frage jeden M&A-Berater, den Du prüfst, genau das: Wo setzt ihr KI ein, wo nicht – und warum? Die Antwort verrät mehr über seine Arbeitsweise als jede Referenzliste. Unsere weiteren Prinzipien findest Du auf der Seite zum Unternehmensverkauf.


Strategiegespräch für CFO-Services & Exit-Vorbereitung: https://eser.capital/erstgespraech/

Über den Autor: Matthias Walter Eser ist Gründer von ESER CAPITAL und agiert als externer CFO und strategischer M&A Berater mit Fokus auf E-Commerce- und Digitalunternehmen. Er begleitet Gründer von der Skalierung bis zum Exit und sorgt dafür, dass finanzielle Exzellenz kein Zufallsprodukt ist. Er ist zudem Mitglied im international renommierten FORBES Finance Council.

Mehr davon? Matthias publiziert nahezu täglich CFO- & M&A-Insights auf LinkedIn – und als Video auf YouTube.

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